Revierteil 8 Iffezheim (Faschinenwald)

Unser Revier im Südwesten Iffezheims liegt in der landschaftlich sehr reizvollen Oberrheinischen Tiefebene. Die Landschaft hier wird geprägt von Auwäldern, Überflutungsflächen, Altrheinarmen, kleinen und größeren Seen, extensiv genutzten Wiesen und wenig landwirtschaftlich genutzter Fläche.

Wir bewirtschaften eine Fläche von 370 Hektar, die einem gesunden Wildbestand und vielen anderen, teilweise bedrohten Tierarten Lebensraum bietet.

Obwohl viele für das Niederwild ideale Biotope vorhanden sind, ist der Bestand an Fasanen, Hasen und Enten nicht ausreichend, um eine ausschließliche Nutzung unserer Hunde als Niederwildspezialisten sinnvoll erscheinen zu lassen. Innerhalb der Ausbildung kommt daher der Schweißfährtenarbeit eine ebenso wichtige Rolle zu wie dem Apportiertraining.

In großen Teilen des Reviers macht die urwaldartige Vegetation die Hunde zu unentbehrlichen Helfern bei der Nachsuche.

Ansichten

Weite Teile des Reviers sind Naturschutz- und FFH-Gebiete, in denen insbesondere bedrohte Vögel wie Flussseeschwalbe, Eisvogel, Blaukehlchen, Grauspecht, Neuntöter, Schwarzmilan, Schwarzspecht, Wespenbussard zuhause sind bzw. auf ihren Zügen Rastgebiete finden (Baumfalke, Blässgans, Flussuferläufer, Hohltaube, Kormoran, Krickente, Saatgans, Schnatterente, Wasserralle, Zwergtaucher).

Diese Vogelarten finden in den Rheinniederungen recht optimale Bedingungen, leiden jedoch unter der starken Frequentierung des Biotops sowohl durch Erholungssuchende wie auch der hohen Prädatorendichte. Hierunter spielen der Rotfuchs, der Steinmarder, der Dachs vor allem aber auch das Wildschwein eine Rolle. Seit kurzem fühlen sich offensichtlich auch Waschbären bei uns wohl, welche als Allesfresser ohne natürliche Feinde in der abwechslungsreichen Landschaft optimale Lebensbedingungen vorfinden.